Schulbegleitung bei Trauma und PTBS

Belastende Erfahrungen wirken oft lange nach – auch in der Schule. Wenn Ihr Kind durch ein Trauma oder eine posttraumatische Belastungsstörung den Schulalltag nur schwer bewältigt, kann eine Schulbegleitung Sicherheit und Halt geben. Wir begehen diesen Weg behutsam, im Tempo Ihres Kindes – so viel Unterstützung wie nötig, so wenig wie möglich.

Kostenloses Beratungsgespräch So läuft die Beantragung

Wie sich Trauma und PTBS im Schulalltag zeigen

Traumatische Erfahrungen können sich im Schulalltag auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar machen – oft unwillkürlich und für das Kind selbst nicht steuerbar.

  • Trigger und plötzliche Reaktionen: Geräusche, Gerüche, Worte oder Situationen können – scheinbar aus dem Nichts – starke Reaktionen auslösen, ohne dass ein Anlass erkennbar ist.
  • Übererregung und Schreckhaftigkeit: Manche Kinder sind ständig in Alarmbereitschaft, wirken angespannt, schreckhaft oder reagieren auf Nähe und Lautstärke heftiger als erwartet.
  • Dissoziation und „Weg-sein“: Andere wirken abwesend, wie hinter einer Glaswand, reagieren verzögert oder erinnern sich später nicht an Teile des Tages.
  • Konzentrations- und Schlafprobleme: Innere Anspannung, kreisende Gedanken oder Erschöpfung erschweren Aufmerksamkeit, Lernen und das Mitkommen im Unterricht.
  • Misstrauen und Beziehungsabbrüche: Vertrauen fällt schwer; Nähe kann verunsichern, und Beziehungen brechen mitunter ab, bevor sie tragen können.

Wie unsere Begleitung unterstützt

Im Mittelpunkt steht, dass Ihr Kind sich sicher fühlt – Verstehen geht vor Bewerten, und immer in enger Abstimmung mit Therapie und Fachstellen.

  • Traumasensible Begleitung: Wir setzen auf Sicherheit, eine verlässliche Beziehung und das Verstehen von Reaktionen statt Strafen – damit Ihr Kind erleben kann, dass Schule ein sicherer Ort sein darf → traumasensible Begleitung
  • Druck herausnehmen: In angespannten Momenten deeskalieren wir ruhig und ohne Konfrontation, statt die Anspannung weiter zu erhöhen → Low-Arousal & Deeskalation
  • Emotionen regulieren lernen: Wir unterstützen Ihr Kind dabei, eigene Anspannung wahrzunehmen und Schritt für Schritt hilfreiche Wege zu finden, sie zu regulieren → Emotionsregulation
  • Verlässliche Struktur und Vorhersehbarkeit: Ein klarer, ankündigter Tagesablauf nimmt Unsicherheit und gibt Orientierung, wenn vieles sonst unberechenbar wirkt.
  • In Abstimmung mit Therapie und Fachstellen: Wir arbeiten eng mit den behandelnden Fachkräften zusammen und verstehen uns als Teil des Hilfenetzes. Wir ersetzen keine Traumatherapie – wir begleiten den Schulalltag.
  • Selbstständigkeit als Ziel: Wir ziehen unsere Hilfe zurück, sobald Ihr Kind sie nicht mehr braucht.

Rechtsgrundlage & Antrag

Wenn die seelische Gesundheit Ihres Kindes so beeinträchtigt ist, dass die Teilhabe am Schulleben erschwert ist, kann eine seelische Behinderung im Sinne des Gesetzes vorliegen. Eine Schulbegleitung kann dann als Eingliederungshilfe über das Jugendamt nach § 35a SGB VIII in Betracht kommen. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, prüft der zuständige Kostenträger im Einzelfall – wir begleiten Sie durch diesen Prozess.

So beantragen Sie eine Schulbegleitung in Brandenburg →

Qualifikation unserer Begleiter:innen

Unsere Begleiter:innen durchlaufen ein mehrstufiges Auswahlverfahren und werden in unserer eigenen Splash-Academy geschult. Für die Begleitung bei Trauma und PTBS legen wir besonderen Wert auf traumasensibles Arbeiten, einen ruhigen, beziehungsorientierten Stil und das Wissen, wann fachliche Stellen einzubeziehen sind. So entsteht eine Begleitung, die Halt gibt, ohne zu überfordern.

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Häufige Fragen

Ersetzt die Schulbegleitung eine Traumatherapie?

Nein. Eine Schulbegleitung ist keine Therapie und ersetzt keine Traumatherapie. Wir unterstützen den Schulalltag und arbeiten dabei eng mit den behandelnden Therapeut:innen und Fachstellen zusammen.

Was passiert, wenn mein Kind getriggert wird oder „weg“ ist?

Wir reagieren ruhig und ohne Druck, sorgen für Sicherheit und geben Ihrem Kind Raum, sich zu sortieren. Welche Wege in solchen Momenten helfen, stimmen wir vorab mit Ihnen und – wo möglich – mit der Therapie ab.

Muss mein Kind über das Erlebte sprechen?

Nein. Wir drängen niemanden, über Belastendes zu sprechen. Unser Fokus liegt auf Sicherheit, Beziehung und einem tragfähigen Schulalltag – nicht auf der Aufarbeitung des Traumas.

Wie arbeiten Sie mit Therapie und Fachstellen zusammen?

Mit Ihrem Einverständnis stimmen wir uns mit den beteiligten Fachkräften ab, damit alle in dieselbe Richtung arbeiten. Diese Abstimmung ist ein zentraler Teil einer traumasensiblen Begleitung.

Wird mein Kind dauerhaft eine Begleitung brauchen?

Nicht zwingend. Ziel ist, dass Ihr Kind zunehmend Sicherheit gewinnt. Sobald es Unterstützung nicht mehr braucht, ziehen wir uns Schritt für Schritt zurück.

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Schulassistenz für brandenburger Kinder

In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir Bedarf, Antrag und nächste Schritte – unverbindlich.

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Eigene Splash-Academy · Mehrstufiges Auswahlverfahren · Begleitung an Regel- und Förderschulen

Diese Seite dient der Information und ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Ob eine Schulbegleitung geeignet und bewilligungsfähig ist, entscheidet der zuständige Kostenträger im Einzelfall.

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