Partizipation & Beteiligung des Kindes
Nichts über das Kind ohne das Kind. Wir beteiligen Kinder aktiv an ihren Zielen und Entscheidungen – das stärkt Motivation, Selbstwirksamkeit und Würde. So wird Begleitung etwas, das gemeinsam mit dem Kind geschieht, nicht etwas, das über seinen Kopf hinweg passiert.
Wann wir sie einsetzen
Beteiligung ist keine Sondermethode, sondern eine Grundhaltung, die unsere gesamte Begleitung übergreifend prägt. Besonders wertvoll wird sie dort, wo Kinder leicht übergangen werden oder ihre Stimme schwerer hörbar ist – etwa in der Autismus-Begleitung, bei Kindern mit Themen der emotional-sozialen Entwicklung oder bei Mutismus, wo das Mitteilen von Wünschen selbst eine Herausforderung sein kann.
Wie wir sie anwenden
- Nach Zielen und Wünschen fragen: Wir fragen das Kind direkt, was es erreichen möchte und was ihm wichtig ist – und richten unsere Begleitung an diesen Antworten aus, nicht nur an den Erwartungen der Erwachsenen.
- Echte Wahlmöglichkeiten im Alltag geben: Wo, womit, in welcher Reihenfolge oder mit welcher Pause – wir schaffen im Schulalltag konkrete Entscheidungsräume, in denen das Kind wirklich wählen kann.
- Feedback einholen und ernst nehmen: Wir fragen regelmäßig, was hilft und was stört, und passen unser Vorgehen sichtbar an die Rückmeldungen des Kindes an.
- Selbstwirksamkeit erlebbar machen: Eigene Erfolge machen wir sichtbar und benennen sie, damit das Kind erlebt: „Ich habe das geschafft“ – und seinen eigenen Einfluss spürt.
- Altersgerecht mitentscheiden lassen: Über Art und Umfang der Begleitung darf das Kind seinem Alter entsprechend mitbestimmen – auch darüber, wann es etwas allein versuchen möchte.
Warum das wirkt
Beteiligung erhöht die Motivation und die Akzeptanz der Unterstützung spürbar: Kinder, die mitentscheiden dürfen, kooperieren eher und entwickeln Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit. Unsere Arbeit orientiert sich am Recht des Kindes auf Beteiligung – Mitsprache ist keine pädagogische Geste, sondern ein verbrieftes Recht. Wer gefragt wird und mitgestaltet, übernimmt eher Verantwortung für die eigenen Ziele. Genau das trägt unseren Splash-Gedanken: so viel Unterstützung wie nötig, so wenig wie möglich.
Das lässt sich lernen. Genau das vermitteln wir in unserer Weiterbildung – fundiert und praxisnah.