Strukturierung & visuelle Pläne
Viele Kinder scheitern im Schulalltag nicht am Stoff, sondern an der Unübersichtlichkeit. Strukturierung macht sichtbar, was als Nächstes kommt – und nimmt damit Druck, Angst und Reizüberflutung den Boden.
Wann wir sie einsetzen
Besonders wirksam bei Autismus und ADHS, aber hilfreich überall dort, wo Übergänge, offene Aufgaben oder unklare Abläufe überfordern – auch bei Schulangst und geistiger Behinderung.
Wie wir sie anwenden
- Visueller Tagesplan: Der Ablauf wird mit Symbolen oder Fotos sichtbar gemacht. Was erledigt ist, wird abgehakt – das schafft Sicherheit und ein Gefühl von Fortschritt.
- Aufgaben in Schritte zerlegen: Aus „Schreib einen Aufsatz“ werden überschaubare Teilschritte. Wir strukturieren die Aufgabe – den Inhalt vermittelt die Lehrkraft.
- Übergänge ankündigen: Wechsel werden vorbereitet, nicht überrascht. Countdown, Vorwarnung, gleichbleibende Rituale.
- Klarer Arbeitsplatz: Reize reduzieren, Material vorbereiten, einen festen Ablauf etablieren.
Warum das wirkt
Der Ansatz ist an Prinzipien des strukturierten Lernens (TEACCH-orientiert) angelehnt: Vorhersehbarkeit senkt Stress, und sichtbare Struktur ermöglicht selbstständigeres Arbeiten, weil das Kind sich nicht mehr ständig rückversichern muss. Genau das ist das Ziel – die Struktur trägt, nicht die ständige Ansage.
Das lernst du bei uns. In unserer Academy üben wir Strukturierung an echten Fallbeispielen.